Volatilität als Filter für Trading-Systeme

Aktive CFD und Forex Trader stützen sich bei ihren täglichen Handelsentscheidungen immer häufiger auf regelbasierte Signalgenerierung und überlassen einem Handelssystem die Entscheidung darüber, ob in einen bestimmten Markt eingestiegen wird oder nicht. Die Systeme sollten – sofern sie gut konzipiert und valide getestet sind und korrekt angewandt werden – auf Dauer Profite erwirtschaften. Diese aber können sich deutlich reduzieren, wenn eine der wesentlichen Triebkräfte des Marktes verrückt spielt: Die Volatilität ist eine Variable, die bei der Erstellung von Handelssystemen nach wie vor vernachlässigt wird. In Zeiten unruhigen Fahrwassers erweisen sich viele sonst erfolgversprechende Handelsansätze als Nieten: Ausbruchsysteme beispielsweise erzeugen in Zeiten, in denen die Schwankungsintensität der Märkte deutlich von ihrem historischen Durchschnitt (nach oben) abweicht, viele Fehlsignale. Trendfolgesysteme sind in volatilen Marktphasen ebenfalls nur bedingt geeignet: Übergeordnete und zeitlich längerfristig existierende Trends existieren meist nicht (die Volatilität steigt in der Regel eben genau dann an, wenn eine längere Haussephase zu Ende geht und die Kurse einbrechen) und kurzfristige Trend sind schwer zu handeln, weil sich der Markt oft mehrfach binnen eines Handelstages dreht.

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Börsensoftware: Fallstricke umgehen

Wer seine Handelsentscheidungen auf Basis der Technischen Analyse trifft, benötigt neben einer leitungsfähigen Chartingsoftware auch Kenntnis um deren korrekten Einsatz. Die Vielzahl der Werkzeuge, die schon Basis-Varianten moderner Software bieten, überfordert gerade Neulinge oft und führt im schlimmsten Fall zu einer teuren Fehleinschätzung. Durch eine falsche Parametereinstellung kann schnell eine trügerische Sicherheit durch vermeintliche Signale entstehen.

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Mini- und Demo-Accounts: Plattformen kritisch betrachten

Anleger, die auf dem Gebiet des Forexhandels noch keine weitergehenden Erfahrungen gemacht haben und sich in die Materie hineinversetzen möchten, bevor der Handel mit größeren Geldsummen begonnen wird, können bei fast allen Handelsplattformen ein „Schnupper-Angebot“ wahrnehmen und so erste Erkenntnisse sammeln.
Je nach Market Maker werden entweder Demoversionen der Handelssoftware angeboten, die teils unbegrenzt, teils nur für einen kurzen Zeitraum genutzt werden können, oder es stehen so genannte Mini-Account zur Verfügung, die mit einer geringen Geldsumme (meist einige hundert Dollar oder Euro) eröffnet werden können. Beide Varianten bieten die Möglichkeit, sich mit der Thematik des Devisenhandels im Allgemeinen und der jeweiligen Plattform-Technologie im Besonderen ausführlich zu befassen, bevor der Handel mit echtem Geld beginnt.

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Der Hebel – Immenser Profit und latente Risiken

Der Handel an den Devisenmärkten ist unter Privatanlegern nahezu immer mit dem Einsatz einer mehr oder minder großen Hebelwirkung verbunden. Je nach Anbieter können Trader dabei das bis zu 100fache ihres Kapitals bewegen. Eine komplizierte Kreditaufnahme ist dabei nicht notwendig: Der Hebel wird durch das Margin-Prinzip hinterlegt, bei dem Anleger nur einen geringen Prozentsatz ihrer Position in Form von Kontoguthaben bei ihrem Market Maker hinterlegen müssen. Verlangt die Plattform einen Margin-Satz in Höhe von einem Prozent, können Trader mit 10.000 Euro Einsatz Positionen im Gegenwert von einer Million Euro bewegen.

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Gleitende Durchschnitte: Lohnt der Einsatz?

Die Technische Marktanalyse bietet Tradern eine Vielzahl mehr oder weniger leistungsstarker Indikatoren, die meist standardmäßig von jeder gängigen Börsensoftware beherrscht werden. Am bekanntesten sind dabei gleitende Durchschnitte (englisch: Moving Average), die zum einen als eigenständige Indikation für die Verfassung des Marktes dienen und zum anderen Grundlage verschiedener weiterer Indikatoren sind. Gleitende Durchschnitte verstehen sich –wie sollte es anders sein – als Trendfolgeindikatoren. Ihre Berechnung ist dabei entsprechend trivial: Für ein (prinzipiell beliebiges) Zeitintervall wird der durchschnittliche Kurs eines Marktes berechnet. Mit jedem neu angebrochenen Zeiteinheit wird dabei der am weitesten zurückliegende Kurs aus der Berechnung eliminiert. In den meisten Chartingprogrammen werden standardmäßig die 30- und die 200-Tage-Linie angeboten, wobei eine Adjustierung der Intervalle möglich ist. Die Interpretation eines gleitenden Durchschnitts ist dabei gemäß der Klassifikation als Trendfolgeindikator einfach: Kreuzt der Markt die Linie von unten nach oben, wird dies als Longsignal interpretiert, durchbricht der Kurs hingegen die Linie von oben nach unten, versteht sich dies als Verkaufssignal.

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